Fachplaner für Rufanlagen

Frank Kohl

Sachverständiger für Rufanlagen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Justizvollzugsanstalten, öffentlich bestellt und vereidigt von der IHK zu Köln

Die Bezeichnung "Fachplaner für Rufanlagen" stammt aus der neuen Norm DIN VDE 0834-1 Ausgabe Juni 2016.

Zukünftig dürfen nach dieser Norm ausschließlich "Fachplaner für Rufanlagen" in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Justizvollzugsanstalten und verglichbaren Einrichtungen Rufanlagen planen.

Ein "Fachplaner für Rufanlagen" ist eine Person, die geschultes Fachwissen hat, um eine Rufanlage nach den geltenden Normen zu planen, zu prüfen und deren Funktionstüchtigkeit zu bescheinigen.

Die Qualifikation zum "Fachplaner für Rufanlagen" kann nur von Personen erworben werden, die eine Ausbildung aus dem Spektrum der Elektrotechnik besitzen und über Systemkenntnisse der Kommunikationstechnik verfügen.

Ein "Fachplaner für Rufanlagen" besitzt einen schriftlichen Nachweis (Zertifikat) der erworbenen Qualifikation.

Rufanlagen sind sicherheitstechnische Anlagen die dazu dienen, Hilfe herbei zu rufen. Wenn Rufe infolge einer Störung nicht signalisiert oder Störungen nicht rechtzeitig erkannt werden, können Personen in eine mehr oder minder große Gefahrensituation gelangen. Unter Umständen kann es auch um Leben und Tod gehen.

Aus diesem guten Grund dürfen nach der neuen Norm für Rufanlagen DIN VDE 0834-1 Ausgabe 6-2016 ausschließlich von Personen mit einer Qualifikation zum "Fachplaner für Rufanlagen" Rufanlagen planen.

Diese Anforderung ist juristisch nach Veröffentlichung der Norm als "allgeimen anerkannt Regel der Technik" zu betrachten.

Wer künftig Rufanlagen plant, ohne die erforderliche Qualifikation zum "Fachplaner für Rufanlagen" besitzt, begibt sich "sehenden Auges" (ggfs. grobe Fahrlässigkeit) in die Haftung, wenn er die zum Teil gravierenden Änderungen der Norm nicht berücksichtigt.

Link zur Fortbildung "Fachkraft für Rufanlagen"